Arbeitskraftabsicherung Allgemein
Die Absicherung der Arbeitskraft ist sicher die wichtigste Versicherung einer im Erwerbsleben stehenden Person. Je nach Alter und Geschlecht liegt die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden zwischen 30-40 Prozent.
Die häufigste Ursache liegt dabei bei den physischen Erkrankungen gefolgt von Krankheiten des Bewegungsapparates und Krebs.
Keiner kann sich davor schützen die Arbeitskraft zu verlieren, doch die daraus entstehenden Risiken können mit einer richtig, auf die Person abgestimmten Versicherung, abgefedert werden.
Berufsunfähigkeit
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine freiwillige Versicherung, die sogar von Verbraucherverbänden, Versicherungsratgebern und der Stiftung Warentest als grundlegende Versicherung erachtet wird.
Vor allem Selbstständige, die nicht in die gesetzlichen Rentenkasse einzahlen, sollten sich unbedingt durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schützen.
Berufsunfähigkeit kennt viele Gründe
Die Wahrscheinlichkeit, vor der Altersrente arbeitsunfähig zu werden, ist erschreckend hoch. Vor allem Menschen mit Büro-Job glauben gern, dass sie vom Risiko einer Arbeitsunfähigkeit kaum betroffen sind. Eine BU-Versicherung ist sinnvoll – ganz egal, was Sie beruflich machen!
Quelle: Morgen und Morgen, Stand: 04/2019
Der Staat hat die gesetzliche Absicherung eingeschränkt
Seit dem 01.01.2001 besteht kein gesetzlicher BU-Schutz mehr für alle ab dem Jahrgang 1961 Geborenen. Für sie gibt es nur noch eine Erwerbsminderungsrente.
Sie sollten wissen, dass jeder fünfte Angestellte und jeder dritte Arbeiter vor Erreichen des Rentenalters wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit aus dem Berufsleben ausscheidet.
Durch die gesetzliche Sozialversicherung wird bei Invalidität, wenn überhaupt, nur ein Basisschutz geboten.
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es nicht nur enorme Preisunterschiede, sondern auch große Unterschiede bei den angebotenen Leistungen.
Lassen Sie sich auf jeden Fall individuell beraten, damit Sie für sich die beste Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können.
Zur speziellen Absicherung der Berufsunfähigkeit gibt es die BU direkt für Kinder und Hausfrauen.
Wann ist man berufsunfähig?
- Der Versicherte ist bereits dann berufsunfähig, wenn er seinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann. Er kann nicht auf einen anderen Beruf verwiesen werden, es sei denn, die versicherte Person übt diesen "Vergleichsberuf" freiwillig aus (Verzicht auf die Abstrakte Verweisung).
- Der Versicherte ist bedingungsgemäß bereits dann berufsunfähig, wenn er nach ärztlicher Einschätzung, 6 Monate (Prognosen Zeitraum) ununterbrochen außerstande sein wird, seinen Beruf auszuüben.
- Wenn der Versicherte 6 Monate nicht in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben, so gilt die Fortdauer dieses Zustandes als Berufsunfähigkeit. Die versicherte Leistung wird aber bereits rückwirken (Rückwirkende Leistung, d. h. ab dem Eintritt der Berufsunfähigkeit) erbracht.
Nach §2 der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-Versicherungen gilt:
- (1) Vollständige BU liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich dauernd (alternativ: mindestens ... Monate / Jahre) außerstande ist, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und der bisherigen Lebensstellung entspricht.
- (2) Teilweise BU liegt vor, wenn die in Absatz (1) genannten Voraussetzungen nur in einem bestimmten Grad voraussichtlich dauernd erfüllt sind.
- (3) Ist die versicherte Person ... Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, vollständig oder teilweise außerstande gewesen, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und der bisherigen Lebensstellung entspricht, gilt die Fortdauer dieses Zustandes als vollständige oder teilweise BU.
Verschiedene Modelle der BU-Versicherung
Die meisten Versicherungs-Gesellschaften in Deutschland bieten die folgenden Absicherung-Modelle bei Berufsunfähigkeit an:
- Allgemeine Berufsunfähigkeits-Versicherung (das bedeutet Absicherung der Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Erwerbsminderung)
- Kapital-Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (hier werden Elemente der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Kapital-Lebensversicherung verbunden)
- Risiko-Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (hier werden Elemente der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Risiko-Lebensversicherung verbunden)
Die gesetzliche Absicherung
Seit Januar 2001 werden die bisherigen gesetzlichen Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten durch eine dreistufige Erwerbsminderungsrente ersetzt:
- keine Leistung erhält: Wer noch mindestens sechs Stunden pro Tag auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann.
- die halbe Rente erhält: Wer zwischen drei und sechs Stunden / Tag arbeiten kann.
- die volle Rente erhält: Wer weniger als drei Stunden / Tag arbeiten kann.
Allerdings wurde die Arbeitsmarktlage bei der neuen Rente berücksichtigt. Berufstätige, die älter als Geburtsjahr 1961 sind, werden bei der Einstufung der Berufsunfähigkeit wie bisher behandelt. Sie erhalten jedoch nur die halbe Erwerbsminderungsrente.
Man sollte unbedingt wissen: Wenn man Erwerbsminderungsrente bekommt, beträgt diese nur maximal 40 Prozent des durchschnittlichen Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr.
Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen
Auch Hausfrauen bzw. Hausmänner, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sollten sich unbedingt durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Im Fall einer BU erhalten Sie keine gesetzlichen Leistungen.
Wie wir alle wissen, bekommen Hausfrauen in der Regel für ihre Arbeit zu Hause kein Geld. Aber das Fehlen dieser "Arbeitskraft" - gerade, wenn Kinder zum Haushalt gehören - will man sich lieber nicht vorstellen. Eine Haushaltshilfe müsste eingestellt werden.
Bedenken Sie, dass die Arbeit einer Hausfrau bzw. eines Hausmannes eigentlich nicht zu bezahlen ist.
Hausfrauen/ -männer gelten als nicht berufstätig. Das bringt enorme Nachteile in der sozialen Absicherung mit sich. Gerade deshalb ist eine private Berufsunfähigkeitsabsicherung sehr wichtig.
Muss Ihre Tätigkeit zu Hause infolge Berufsunfähigkeit, z. B. durch eine professionelle Haushaltshilfe ersetzt werden, sind die Kosten in den meisten Fällen über einen längeren Zeitraum nur schwer finanzierbar. Jetzt ist es wichtig, dass Sie Versicherungsleistungen aus Ihrer BU erhalten.
Einige Versicherer bieten deshalb gerade für Hausfrauen/ -männer Berufsunfähigkeitsversicherungen an.
Ganz wichtig:
- Achten Sie auf die Maximaljahresrente (durchschnittlich rund 12.000 Euro)
- Die Vertragslaufzeit sollte bis zum 67. Lebensjahr bestehen. Viele Hausfrauen steigen nach der Familienzeit wieder in den Beruf ein. Dann eine neue BU abzuschließen ist schwieriger, z. B. aufgrund des gesundheitlichen Risikos.
- Die Beiträge für die BU können je nach Lebenslage (Berufseinstieg, usw.) ohne Gesundheitsprüfung neu festgesetzt werden.
- Im Vertrag sollten keine Erwerbsfähigkeitsklausel bzw. Verweisungsklausel vereinbart werden. Sie als versicherte Person müssten sonst eine andere annehmbare Erwerbstätigkeit aufnehmen.
Lassen Sie sich auf jeden Fall beraten, damit für Sie persönlich der beste Berufsunfähigkeitsschutz gefunden werden kann.
Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder
Kinder haben einen Schutzengel. Wenn doch einmal etwas passiert, kann das bleibende Schäden verursachen. Mit der Kinder -BU sichern Sie Ihren Nachwuchs gegen die finanziellen Folgen von Schul- und Berufsunfähigkeit ab.
Erwerbsunfähigkeit
Jeder vierte Bundesbürger muss seinen Beruf vor Erreichen des Rentenalters aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, wie aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Durch die gesetzliche Rentenversicherung besteht ein Grundschutz bei verminderter Erwerbsfähigkeit. Weil die Absicherung der Arbeitskraft hier aber auf einem geringen Niveau erfolgt, empfehlen Experten und Verbraucherschützer, den Verlust der Arbeitskraft zusätzlich privat abzusichern.
Was leistet die gesetzliche Rentenversicherung?
Bis 2001 sprach man bei der durch die gesetzliche Rentenversicherung abgedeckten Erwerbsunfähigkeit von der Erwerbsunfähigkeitsrente/ Berufsunfähigkeitsrente. Seitdem ist nun diese Rentenart durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt worden. Das ist mit einer drastischen Senkung der Rentenauszahlung einhergegangen.
Die Erwerbsminderungsrente wird als Rente wegen teilweiser und voller Erwerbsminderung geleistet. Entscheidend hierfür ist die grundsätzliche Leistungsfähigkeit für eine Tätigkeit unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes.
Eine teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn Versicherte wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit nur noch 3 bis unter 6 Stunden täglich erwerbstätig sein können.
Eine volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn Versicherte wegen Krankheit oder Behinderung unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes auf nicht absehbare Zeit weniger als 3 Stunden täglich erwerbstätig sein können (im Rahmen einer 5-Stunden-Woche).
Wie hoch die ausgezahlte Erwerbsminderungsrente ist, hängt u. a. von den erworbenen Anwartschaften ab, zum Beispiel den erreichten Entgeltpunkten. Fest steht aber, dass mit der Erwerbsminderung ein erhebliches Armutsrisiko verbunden ist. So beträgt der durchschnittlich gezahlte monatliche Rentenbetrag bei teilweiser Erwerbsminderung 487 Euro in West und 430 Euro in Ost. Bei voller Erwerbsminderung wurde in West eine durchschnittliche Erwerbsminderungs-Rente von 717 Euro ausgezahlt, in Ostdeutschland von 713 Euro (Zahlen nach DRV, Stichtag 31.12.2013).
Es entsteht also schnell eine Versorgungslücke, der durch private Vorsorge ausgeglichen werden muss. Laut Statistischem Bundesamt gilt jeder dritte Haushalt mit einem Erwerbsminderungs-Fall als armutsgefährdet.
Wer ist versichert?
Sie als versicherte Person
Die Erwerbsunfähigkeit sollte unbedingt als Ausgleich der Versorgungslücke privat zusätzlich versichert werden.
Dies gilt ohnehin für alle nicht in der Gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Personen als Grundabsicherung.
Interessant
- Voraussetzung für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist eine vorangegangene 3-jährige Versicherungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung. Gerade für Berufsanfänger bedeutet deshalb die Erwerbsunfähigkeit ein hohes Risiko
- Bei angeborenen Behinderungen kann die Rente bei voller Erwerbsunfähigkeit ab maximal dem 20. Lebensjahr beantragt werden.
- Wer nicht in der Lage ist mehr als 6 Stunden am Tag seiner Tätigkeit beruflich nachzugehen, darf eine Erwerbsminderungsrente beanspruchen.
- Somit hängt die Rentenzahlung von der Art der Erwerbsunfähigkeit und der Anzahl der versicherten Jahre und die vorangegangenen Einkommen ab.
Grundfähigkeit
Alle Tätigkeiten, die zum Aufrechterhalten des selbständigen Lebens gehören, werden als Grundfähigkeiten bezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel: Laufen, Gehen, Treppensteigen, Autofahren, Einkaufen, Zähneputzen und Körperhygiene. Die von den Versicherern betrachteten Grundfähigkeiten sind in zwei Fähigkeiten Katalogen aufgeführt.
Eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen Monat für Monat Geld aus, wenn Sie in Ihren Grundfähigkeiten eingeschränkt sind. Zum Beispiel, wenn Sie nicht mehr sitzen oder nicht mehr greifen können. Die monatliche Rente hilft bei der Miete oder den Kosten für die Pflege, damit Sie trotz körperlicher Einschränkungen immer ein Einkommen haben, das Ihre Lebenshaltungskosten deckt.
Wenn Sie aufgrund Ihres Berufes keine oder nur schwer eine BU erhalten; wenn Vorerkrankungen Ihnen eine Absicherung erschweren, dann ist diese Risikovorsorge eine gute Alternative. Meist ist sie auch die günstigere Variante, weil der Beruf hier keine Rolle spielt.
Anders als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung: Auch wenn Sie sich entscheiden weiterzuarbeiten, erhalten Sie eine monatliche Rente.
Damit Sie trotz körperlicher Einschränkungen Ihr Leben möglichst so weiterführen können wie bisher.
Die Existenz solide absichern
Ein Unfall, ein Herzinfarkt oder der Verlust einer Alltagsfähigkeit – und plötzlich steht Ihr Leben Kopf. Sollten Sie eine der unten aufgeführten 19 Fähigkeiten für voraussichtlich 6 Monate oder länger verlieren, sind Sie mit dem Premium Grundfähigkeitsschutz finanziell abgesichert.
Quelle: Canda Life
Dienstunfähigkeit
Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist eine private Absicherung für Beamte und Soldaten für den Fall der Dienstunfähigkeit. Laut dem deutschen Beamtenrecht (§44 bis 49 BBG) gelten Beamte und Soldaten als dienstunfähig, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund ihres körperlichen Zustandes dauerhaft unfähig sind, die dienstlichen Pflichten gegenüber ihrem Dienstherrn zu erfüllen. Weil die Dienstunfähigkeit nicht in jedem Fall einer Berufsunfähigkeit entspricht, sollten Staatsdiener bei alternativem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass diese Police eine Dienstunfähigkeitsklausel enthält.
Wer ist versichert?
Was leistet die Versicherung?
Die Versicherung leistet bei Dienstunfähigkeit im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Beamte oder Soldat auf Grund eines körperlichen oder geistigen Gebrechens dauerhaft seinen Dienst nicht mehr erfüllen kann.
Bei enthaltener Dienstunfähigkeitsklausel leistet die Versicherung bei Dienstunfähigkeit (Entlassung in den Ruhestand) im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung.
WICHTIG!
Es gibt drei verschiedene Dienstunfähigkeitsklauseln:
Die echte Dienstunfähigkeitsklausel
Diese besagt, dass die Versetzung/Entlassung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als vollständige Berufsunfähigkeit anzusehen ist.
Die unvollständige Dienstunfähigkeitsklausel
Diese besagt, dass die Versetzung in den Ruhestand des Beamten wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als vollständige Berufsunfähigkeit anzusehen ist.
Hierbei ist allerdings die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit von Beamten nicht geregelt.
Die unvollständige Dienstunfähigkeitsklausel regelt also nicht die Dienstunfähigkeit bei Beamten auf Widerruf oder auf Probe, denn diese werden bei dauerhafter Dienstunfähigkeit nicht in den Ruhestand versetzt, sondern in den Ruhestand entlassen.
Die unechte Dienstunfähigkeitsklausel (mit Vorbehalt der abstrakten Verweisung)
Diese Klausel ist die mit den für den Versicherungsnehmer mit den höchsten Risiken und Nachteilen behaftete.
Für Beamte besteht hier nur Schutz, wenn sie gleichzeitig auch berufsunfähig geschrieben werden.
Achten Sie bei Abschluss auf die Art der Dienstunfähigkeitsklausel!
Schwere Krankheiten (Dread-Disease)
Zu den „Schweren Krankheiten“ („Dread Disease“) zählen Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt – mehr als eine Million Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr daran.
Eine Dread Disease Versicherung sichert Sie und Ihre Familie finanziell ab, wenn Sie schwer erkranken – schließlich sollen Sie sich auf die Behandlung und den Heilungsprozess konzentrieren können. Im Leistungsfall erhalten Sie eine Einmalzahlung – in den meisten Fällen innerhalb weniger Wochen.
Das Geld, das Ihnen im Fall der Fälle ausgezahlt wird, macht vieles möglich: alternative Heilmethoden, die Chefarztbehandlung, den behindertengerechten Umbau Ihres Hauses oder ambulante Pflege.
Entscheiden Sie selbst nach überstandener Krankheit, ob Sie weitermachen wie bisher oder kürzertreten. In jedem Fall können Sie die ausgezahlte Versicherungssumme behalten.
Unfallversicherung
Eine private Unfallversicherung zahlt dem Versicherungsnehmer für die im Vertrag versicherte(n) Person(en) im Versicherungsfall eine Kapitalleistung und/oder eine Unfallrente. Anders als in der gesetzlichen Unfallversicherung gilt der Versicherungsschutz, sofern nichts anderes vereinbart ist, für Unfälle weltweit und rund um die Uhr.
Mehr als die Hälfte aller Unfälle ereignet sich in der Freizeit und im Haushalt. Doch dann greift die Gesetzliche Unfallversicherung nicht. Eine private Unfallversicherung bietet Schutz bei jedem Unfall - auch wenn er selbst verschuldet wurde.
Es spielt keine Rolle, wo Sie sich zu diesem Zeitpunkt befanden und was Sie getan haben, egal ob Arbeit, Freizeit, Sport, Haushalt oder Straßenverkehr, die privat Unfallversicherung wird Ihnen helfen und gilt weltweit!
Beispiel: Sie erleiden durch einen Unfall eine Invalidität von 25 Prozent.
Dann zahlt Ihnen Ihre private Unfallversicherung bei einer Invaliditäts-Grundsumme von 200.000 Euro einen Einmal-Betrag von 50.000 Euro.
Hinweis: Unser Staat unterstützt diese Absicherungsart folgendermaßen:
Die Kapitalauszahlungen sind steuerfrei. Zusätzlich können Sie die Beiträge zur privaten Unfallversicherung steuerlich absetzen.
Für wen ist eine Unfallversicherung empfehlenswert?
- Kinder und Jugendliche
sollten auf jeden Fall in der Unfallversicherung inbegriffen sein:
Wegen der erhöhten Unfallgefahr außerhalb der Schule oder des Kindergartens, sollten Kinder stets unfallversichert sein.
Und selbst wenn die Gesetzliche Unfallversicherung Leistungen übernimmt, sind die in der Regel viel zu gering, um eine ausreichende Versorgung Ihrer Kinder - besonders bei Vollinvalidität - zu gewährleisten.
Alle Eltern sollten mit einer Unfallversicherung für ihre Kinder vorsorgen.
- Angestellte und Beamte
haben nur bei Unfällen während der Arbeitszeit bzw. Dienstwegen (auch An- und Abreise zum Arbeitsplatz) den gesetzlichen Unfallschutz. Aber was passiert bei Unfällen außerhalb der Dienstzeiten? - Privater Unfallschutz ist notwendig.
- Hausfrauen oder andere nicht beschäftige Personen
haben gar keine gesetzliche Absicherung. Eine private Unfallversicherung ist dringend ratsam - denn die meisten Unfälle passieren im Haushalt.
- Selbstständige
haben keinen gesetzlichen Unfallschutz. Es sei denn, sie sind über eine Berufsgenossenschaft abgesichert.
Hier sollte auf jeden Fall geprüft werden, ob nicht eine Berufsunfähigkeitsabsicherung vorliegt.
Die Bedarfsanalyse
Um einen optimalen Unfallschutz zu gewährleisten, ist eine Bedarfsanalyse notwendig.
Mit der privaten Unfallversicherung kann eine Vielzahl zusätzlicher Leistung abgeschlossen werden. Viele dieser Leistungen sind oft bereits im Grundpreis enthalten.
Unabhängig von den zusätzlichen Leistungen, wie beispielsweise die Erstattung von Bergungskosten, Nahrungsmittelvergiftungen oder passives Kriegsrisiko, sollte stets die Invaliditätsleistung im Mittelpunkt stehen:
- Die Höhe der Invaliditätsleistung können Sie frei wählen. Sie sollte sich z.B. an einem Vielfachen Ihres Jahreseinkommens orientieren.
- Aber nicht nur das Jahreseinkommen, auch Ihre finanziellen Verpflichtungen wie z.B. Unterhalts- und Ausbildungskosten für Ihre Kinder oder eine Hypothek, sollten Sie berücksichtigen.
Die Invaliditätsleistung
Führt ein Unfall zu einer dauerhaften Beeinträchtigung, wird der dem Invaliditätsgrad entsprechende Teil der Invaliditätssumme ausgezahlt. Der Invaliditätsgrad wird über die geltende Gliedertaxe bestimmt.
Voraussetzung ist, dass die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten ist und spätestens vor Ablauf einer Frist von zwei bis drei Monaten ärztlich festgestellt und geltend gemacht wurde.
Die Invaliditätsleistung wird als Einmalbetrag ausgezahlt. Wenn der Versicherte das 65. Lebensjahr überschritten hat, wird die Invaliditätsleistung als Rente ausgezahlt.
Progressionen werden von 200, 250, 500 bis sogar 1000 Prozent angeboten. Der Vorteil der Progression besteht darin, dass bei höheren Invaliditätsgraden eine höhere Invaliditätssumme zur Auszahlung kommt.
Auch zahlen einige Tarife bereits ab beispielsweise 80 Prozent Invalidität die volle Invaliditätsleistung.
Die Leistungen der privaten Unfallversicherung beinhalten die:
- Invaliditätsleistungen
...ohne Progression
...mit Progression
...mit Mehrleistung, beispielsweise bereits ab 80 Prozent Invaliditätsgrad
- Unfallrente
- Todesfallleistungen bei Unfalltod
- Unfallkrankenhaustagegeld mit Genesungsgeld
- Übergangsleistungen
- Kosmetische Operationen
Einige Gesellschaften bieten zusätzlich eine Krankenhaustagegeldversicherung an - auch unabhängig von einem Unfall.
Unfallrente
Die Unfallrente wird nach einem Unfall mit dauernder Invalidität und einem Invaliditätsgrad ab beispielsweise 50 Prozent als lebenslange Rente gezahlt.
Die Unfallrente kann als zusätzliche Absicherung im Vertrag vereinbart werden.
Todesfallleistung
Kommt die versicherte Person nach einem Unfall zu Tode, wird die vereinbarte Leistung einmalig gezahlt.
Die versicherte Summe wird auch dann geleistet, wenn die versicherte Person innerhalb eines Jahres infolge des Unfalls verstirbt.
Zusätzlich versichert werden...
... können Unfall-Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld sowie Übergangsleistungen.
Kosmetische Operationen können im Tarif bereits auch kostenfrei bis zu einer festgesetzten Deckungssumme mitversichert sein oder gegen Mehrbeitrag selbstverständlich auch eingeschlossen werden.
Beitragsfreie Leistungen
Die wichtigsten beitragsfreien Leistungen umfassen die Bergungs- und Transportkosten. In der Regel sind diese bis zu einer maximalen Deckungssumme, beispielsweise bis 10.000 Euro, begrenzt.
- Auch Kurkostenbeihilfen, Behinderungsbedingte Mehraufwendungen, Zahnersatz infolge Unfalls, Kosten für Medizinische Hilfsmittel... können als Leistungen mit eingeschlossen sein.
- Unfallereignisse, beispielsweise Vergiftungen, Impfschäden, Infektionen durch Insektenstiche, teilweise sogar Alkohol am Steuer sind mitversichert.
Nicht nur die Prämien unterscheiden sich erheblich bei den verschiedenen Unfallversicherern, sondern auch die Leistungen variieren sehr. Ein Vergleich lohnt sich immer.
Kinder-Unfallversicherung
In Deutschland muss jedes Jahr über 2 Millionen Kinder, infolge eines Unfalles ärztlich behandelt werden.
Unfälle und schlimme Erkrankungen lassen sich trotz aller Sorgfalt und Fürsorge nicht verhindern und können unüberschaubare Folgen haben.
Deshalb ist eine optimale Absicherung für Ihre Kinder enorm wichtig!
Die meisten Unfälle passieren zu Hause, auf dem Spielplatz oder im Garten...
...Die gesetzliche Unfallversicherung greif aber nur:
- auf dem Weg zur Schule, in den Kindergarten, zur Universität
- während des Unterrichtes
- im Kindergarten
- bei Veranstaltungen dieser Einrichtungen...
...in der Freizeit eben nicht - und dort ereignen sich ca. 70 Prozent der Unfälle.
Die Gesundheit ist Grundvoraussetzung für das spätere Berufsleben.
Wird diese durch einen Unfall beeinträchtigt, hilft die Kinderunfallversicherung den Schaden zu mildern.
Die Versicherungssumme der Unfallversicherung sollte mindestens 100.000 Euro betragen.
Die Gestaltungsmöglichkeiten dieser Versicherung sind von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft bezüglich der Preise und Leistungen unterschiedlich.
Achten Sie darauf, ...
..., dass Ihre Kinder-Unfallversicherung die Folgen von schweren Krankheiten mit absichert!
...Wenn nicht, dann bietet die Invaliditätsversicherung für Kinder diesen wichtigen Invaliditätsschutz.
Lassen Sie sich auf jeden Fall beraten, um für Ihr Kind bzw. Ihre Kinder den bestmöglichen Schutz zu finden.