Die Geschichte des Goldes
Die Geschichte des gelben Edelmetalls
Gold ist wahrscheinlich nach Kupfer das älteste Metall der Menschheitsgeschichte. Es gibt wohl kaum einen Rohstoff, der die Menschen seit Urzeiten derart fasziniert als Gold. Die Geschichte des Goldes reicht Jahrtausende zurück. Rückblickend können wir These aufstellen, seit der Existenz der Menschheit, ist Gold für ihn ein wichtiges Thema darstellt. Die Unzerstörbarkeit und der Glanz des gelben Edelmetalls übten dabei schon immer eine große Faszination aus.
Das deutsche Wort "Gold" geht auf die indogermanische Wurzel *ghel zurück, die „glänzen, schimmern, blank" bedeutet. Bereits in der Bibel wurde das gelbe Edelmetall thematisiert; schon damals also galt Gold als wertvoll und als besonderer Rohstoff. Doch auch andere Kulturen
wie die Inka, Maya oder Azteken nutzten Gold sowohl in religiösen Zeremonien als auch im Bereich der Architektur. Fakten wie diese sind es, die Geschichten wie den Mythos von „El Dorado“, der Stadt aus Gold, entstehen ließen und die Menschen in ihren Bann zogen. Auch im alten Ägypten war man schwer vom glänzenden Metall beeindruckt. Das Gold der Pharaonen kann heute noch in Museen bestaunt werden. Kunstvolle Grabbeigaben sowie Schmuck sind bis in die Gegenwart erhalten geblieben.
Archäologisch betrachtet lassen sich die Spuren von Gold bis ins alte Mesopotamien um 6000 v. Chr. und teilweise Europa (Bulgarien) zurückverfolgen. Bereits um 4600 v. Chr. wurde in Varna (Bulgarien) Gold zu Schmuck verarbeitet, wie Gräberfunden aus der Zeit zeigen. Doch nicht nur die Verarbeitung von Gold lief damals bereits erfolgreich; bereits 2600 v. Chr. gab es die ersten Goldminen.
In der Region Nubien (Ägypten), begann man, die vielversprechenden Goldadern mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln abzubauen. Doch auch in anderen Gebieten wie z. B. in Georgien gibt es historische Minen, die teils noch heute noch existent sind.
Das gelbe Edelmetall war bereits vor Jahrtausenden ein wahrhaft globales Phänomen. Aus der Geschichte wissen wir, dass im
Jahre 1100 v. Chr. in China bereits mit Gold bezahlt wurde. In der heutigen Türkei fanden sich ebenfalls Spuren, die auf Goldabbau nur wenige Jahrhunderte später hindeuten. Auch in Europa baute man zu dieser Zeit schon lange Gold ab; ein Beweisstück hierfür
ist etwa die Himmelsscheibe von Nebra. Doch es ging beim Gold schon damals nicht nur um Schmuck: beispielsweise in Spanien und Frankreich bezahlten die Römer ihre Soldaten bereits in Gold.
Doch damit endet die Geschichte des Goldes noch lange nicht. Gold hat für die Menschheit nie an Bedeutung verloren. Noch heute haben wir Redensarten wie:
- „Wer das Gold hat, macht die Regeln.“ in unserem Sprachgebrauch.
Sie sind ein Beleg für den Stellenwert, den das gelbe Edelmetall selbst Jahrtausende nach dem Ende des Römischen Reiches anhaftest.
1 Vgl.: Zeit ist Gold, Seiten 7/8; Das Periodensystem der Elemente online - http://www.periodensystem-online.
de/index.php?el=79&id=history.
Gold als Vermögensschutz
Gold als Vermögensschutz hat eine beruhigende Wirkung
Goldinvestments ergeben nicht nur für Anleger, die einen Zusammenbruch der globalen Finanzsysteme erwarten, Sinn, sondern eignen sich im Grunde für jeden.
Da das gelbe Edelmetall – im Gegensatz zu zahlreichen börsennotierten Wertpapieren – noch nie einen Totalverlust erlitten hat, eignet es sich einerseits als sogenannte Depotbeimischung, aber auch als stabilisierende Ankerwährung innerhalb eines Portfolios. Mit Verweis auf die Volatilität und die anfallenden Opportunitätskosten (Verzicht auf Zinsen beziehungsweise Dividenden) haben in der Vergangenheit diverse Kapitalmarktexperten von Gold abgeraten. Heute weiß man, dass diese vermeintlichen Nachteile einer eingehenden Überprüfung
nicht standhalten.
Bei der Risikokennzahl Volatilität (Definition: Ist der Schwankungsbereich, während eines bestimmten Zeitraums, von Wertpapierkursen, von Rohstoffpreisen, von Zinssätzen oder auch von Investmentfonds-Anteilen. Sie ist eine mathematische Größe für das Maß des Risikos einer Kapitalanlage wies Gold in den vergangen Jahren phasenweise sogar ein geringeres Risiko auf als diversifizierte Aktienindizes wie die bestens bekannten Leitindizes DAX oder Dow Jones.
Im Vermögensmanagement überzeugt Gold durch zwei besonders wichtige Eigenschaften:
- Wer Gold in Form von Barren oder Münzen besitzt, kann diese gewissermaßen als Versicherung gegen eine Kernschmelze der globalen Finanzsysteme betrachten. (In den Monaten nach der Pleite der US-InvestmentbankLehman Brothers (2008/2009) stand die Welt nach Ansichtvieler Kapitalmarktexperten kurz davor.)
- Gold wurde in der Vergangenheit sowohl zum Dollar als auch zu den Aktienmärkten eine negative Korrelation (Definition: Der Korrelationskoeffizient misst das Ausmaß, in dem der Preis zweier oder mehrere Anlagen voneinander abhängt.11) nachgesagt. Das heißt: Verlieren der Dollar oder die Aktien im großen Stil an Wert, investieren Anleger verstärkt in den „sicheren Hafen Gold“. Die Wechselwirkung zwischen dem gelben Edelmetall und dem Dollar griff in den vergangenen Monaten eher nicht, könnte aber im Falle substanziellen Vertrauensverlust wieder ein Comeback erfahren. Grundsätzlich kann Gold das Gesamtrisiko eines Portfolios eindämmen, wobei professionelle Vermögensberater häufig nur zu einer Goldquote von 10 bis 20 Prozent des liquiden Vermögens raten.
7 Vgl.: Zeit ist Gold, Seite 11/12; Die Geschichte des Goldes von Anbeginn bis Heute – Teil 2 - https://www.miningscout.
de/blog/2014/01/20/die-geschichte-des-goldes-von-anbeginn-bis-heute-teil-2/.
8 Vgl.: Aurimentum – Goldstudie, Seite 15.9 Vgl.: Frankfurter Allgemeine
Börsenlexikon - http://boersenlexikon.faz.net/definition/volatilitaet/.
10 Vgl.: Aurimentum – Goldstudie, Seiten 15/16.
Gold als Absicherung
Gold – Absicherung vs. Rendite
Als Anleger können sie ein Investment in Gold entweder als Absicherungsinstrument oder renditeorientiert betrachten.
Welche Weg Sie auch wählen, Sie müssen diese Frage zuerst für sich klären, denn aus Ihrer Antwort ergeben sich völlig unterschiedliche Vorgehensweisen.
Gold als Versicherung
Sie sollten Gold als Versicherung kaufen, wenn Ihnen Gedanken wie die folgenden bekannt vorkommen oder durch den Kopf gehen:
- Ich habe Angst vor einer Inflation.
- Die werden das Geld noch kaputtmachen.
- Ich habe bisher noch überhaupt kein Gold.
- Papiergeld ist doch nichts mehr wert.
- Der Euro wird das wahrscheinlich nicht überleben.
Das bedeutet, dass Sie Gold unter dem Aspekt der Werterhaltung kaufen. Mit anderen Worten: Sie sehen Gold als Versicherung und sind damit nicht mehr von der Willkür irgendwelcher Zentralbanker oder Politiker, die eine Währung gegen die Wand fahren, abhängig.
Kommt es dann zu einem katastrophalen Crash, der weit über eine Börsenkorrektur hinausgeht, oder zu einer Inflation, ist nicht alles weg, sondern Ihr Gold gewinnt enorm an Kaufkraft.
1 Vgl.: Frankfurter Allgemeine – Börsenlexikon - http://boersenlexikon.faz.net/definition/korrelation/.
12 Vgl.: Aurimentum – Goldstudie, Seite 17.
13 Vgl.: Zeit ist Gold, Seite 16.
Gold als Rendite Objekt
Völlig anders als der absicherungsorientierte Anleger denken Sie, wenn Sie Gold als Renditeobjekt betrachten. Es geht Ihnen darum, mittels der Schwankungen des Goldpreises Gewinne zu erzielen. Dafür ist es nicht einmal nötig, das gelbe Edelmetalle physisch zu besitzen (im Gegensatz zur Absicherung). Viel einfacher ist es, wenn Sie hier möglichst unkompliziert arbeiten um mit möglichst
geringem Aufwand beziehungsweise Kosten an der Goldpreis-entwicklung zu partizipieren. Ihre Intension ist es, Gewinne durch Kursschwankungen zu erreichen.
Gold als Renditeobjekt ist mit großer Wahrscheinlichkeit dann die richtige Wahl für Sie, wenn Ihnen Gedanken wie die folgenden bekannt vorkommen oder durch den Kopf gehen:
- Gold hat sich jetzt länger gefestigt. Da geht noch was.
- Die nächste Goldwelle nach oben wird stark. Da will ich dabei sein und maximale Gewinne erzielen.
- Wenn der Goldpreis ausbricht, geht hier die Post ab.
- In meinem Portfolio habe ich noch keine Goldquote. Dabei ist das ein derart spannendes Segment.
- Der nächste Goldmarkt ist greifbar nahe. Das will ich nicht verpassen.
- Nach der letzten Korrektur sind Minen inzwischen konsolidiert und der Sektor ist stabil aufgestellt; da will ich als Anleger ein Stück vom Kuchen abhaben.
Ihnen geht es nicht darum Gold um jeden Preis zu besitzen. Stattdessen betrachten Sie als renditeorientierter Anleger Gold wie jedes andere Investment auch; Absicherungsgedanken interessieren Sie bei Gold als Renditeobjekt nicht. Vielmehr möchten Sie von seinen Schwankungen profitieren.